Buzze

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Avatar – das Buch!

James Cameron war ja noch nie der große Plotschreiber – hatten wir ja erst letztens. Das hindert ih allerdings nicht daran, jetzt groß einen Roman anzukündigen, einen der die Geschichte von Avatar aufgreifen und näher beleuchten soll.

Dabei stellt Cameron gleich klar: “There are things you can do in books that you can’t do with films”, also will er ganz kreativ mit “interior monologues” arbeiten – und manche werden hier bestimmt freudig Ausrufen: Sehr gut James! Hauptsache keine Dialoge! Verschone uns!

Leider will Mr. Blockbuster sich sehr eng an die Vorlage halten und ist sich dabei sicher, dass sein Buch ein Erfolg wird. Vielleicht sollte ihm jemand aber noch sagen, dass man ohne gute Geschichte keine guten Romane schreiben kann. Schließlich gibts in Romanen keine Explosionen, Special Effects und 3D – obwohl: Dan Brown macht es ja seit Jahren auch nicht anders.

Besser als ich es in Worte fassen kann, trifft es allerdings ein anonymer Kommentator:

“I thought George Lucas had become full of himself but James Cameron is worse.”

TV-Tipp: Metropolis

Es kommt selten vor, dass ein Film gnadenlos an der Kinokasse floppt, dabei fast noch ein ganzes Filmstudio in den Ruin treibt und trotzdem einen herausragenden Platz in der Filmgeschichte einnehmen kann. Fritz Langs Metropolis erwies sich als absolutes Kassengift, ist aber ohne Zweifel einer der einflussreichsten und bekanntesten Science-Fiction-Filme des letzten Jahrhunderts.

Dabei gab es von Metropolis lange Zeit nur noch verstümmelte Fassungen zu sehen, da der Verleih nach chronischer Erfolglosigkeit schon kurz nach der Uraufführung den kompletten Film kürzen und die Handlung umstellen ließ. Die Premierenfassung galt danach als verschollen.

Erst 2008 tauchte völlig unverhofft eine Langfassung des Films in einem argentinischen Museum auf. Trotz der starken Beschädigung der Rollen konnte damit annähernd die Originalversion wiederhergestellt werden, ein Glück für alle Cineasten.

Heute um 20:40 Uhr zeigt Arte diese komplett restaurierte Originalfassung von Fritz Langs Meisterwerk – erstmals seit 1927 in einer Welt(wieder)uraufführung. Also reinschalten!

A Serious Man (2009)

Originaltitel: A Serious Man

Produktionsland: USA 2009

Regie: Ethan und Joel Coen

Darsteller: Michael Stuhlbarg, Richard Kind

Trailer

Die Coen-Brüder sind zwei ziemlich geniale Filmemacher, das steht wohl außer Frage. Beglücken sie uns doch in regelmäßigen Abständen mit wahren Perlen der Filmgeschichte und werden dafür ebenso regelmäßig mit Preisen überhäuft. Auch ihr neuster Film A Serious Man wurde gleich mal für den Oscar als bester Film nominiert. Das soll ja für viele Menschen ein Qualitätsmerkmal darstellen, für mich zeigt es allerdings mal wieder, dass eine Oscar-Nominierung nicht zwangsläufig einen guten Film bedeutet. Und das obwohl eigentlich alles vorhanden ist, was ein guter Coen-Film ausmacht: Schrullige Charaktere, eine nichtige Story, die durch einen extrem nichtigen Auslöser in Fahrt kommt, allerdings nie wirklich an Fahrt gewinnt.
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(Fast) historischer Rückblick

Wer schwelgt nicht gern in “Früher war alles Besser”-Erinnerungen, vor allem wenn sich wieder eine Dekade dem Ende geneigt hat. Nicht nur Guido Knopp auch Paul Proulx blickt gern mal ins Geschichtsbuch, in einem Video-Zusammenschnitt präsentiert er uns Filme der letzten 10 Jahre.

Eigentlich nichts besonderes, das gab es ja in den letzten Wochen zuhauf – und trotzdem: Das Video ist ein schönes Wiedersehen mit den guten, aber auch schlechten Filmen der letzten 10 Jahre. Vor allem hilft es alten Menschen (da möchte ich mich ja nicht ausnehmen) sich besser an die letzten Jahre zu erinnern.

Und ja, Proulx hat tatsächlich auch einen Ausschnitt der unsäglichen Pocahontas-Realverfilmung The New World im Video – einen Film an den man eigentlich lieber nicht erinnert wird.