Originaltitel: Zombieland

Produktionsland: USA 2009

Regie: Ruben Fleischer

Darsteller: Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone, Abigail Breslin, B.M.

Trailer

Eins vorweg: ich bin kein Fan von Zombiefilmen. Filme wie Dawn of the dead, Resident Evil oder auch Shaun of the Dead gefallen mir einfach nicht. Irgendwie habe ich mich dennoch von dem ganzen Hype um Zombieland anstecken lassen und ihn mir letztendlich angeschaut.


Die Story ist genretypisch eher dünn, was bei Filmen dieser Art allerdings keine allzu große Überraschung ist: Columbus, ein Verlierertyp Anfang 20, lebt in “Zombieland”, dem neuen Amerika. Menschen gibt es nur noch wenige, Zombies dafür umso mehr. So besteht das Leben von Columbus einzig und allein darin, nicht zu einem Happy Meal für Zombies zu werden. Mit Hilfe seiner selbst erstellten Überlebensregeln wagt er sich auf die Strassen von Zombieland, auf der Suche nach seinen Eltern. Auf seinem Weg nach Ohio trifft er auf weitere Überlebenden, wie den leicht durchgeknallten Tallahassee (Woody Harrelson) und die Schwestern Wichita und Little Rock. Zusammen begibt sich die Gruppe auf einen Road Trip durch das verwüstete und infizierte Amerika.

Wer jetzt Splatteraction am laufenden Band erwartet, dem macht Regisseur Ruben Fleischer einen Strich durch die Rechnung. In Fleischers Zombie-Road Movie geht es nicht darum, den Bodycount möglichst hoch zu halten oder detailreiche und abgedrehte Splatterszenen zu präsentieren, sonder vielmehr um die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den Überlebenden, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die versuchen, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Während Columbus versucht, die Gruppe vor Unheil und bösen Überraschungen zu bewahren, will Tallahasse genau das Gegenteil: Zombies töten. Aber auch Wichita und die 12 jährige Little Rock haben es faustdick hinter den Ohren und versuchen auf ihrem Weg zu einem Vergnügungspark mehrfach das ungleiche Paar aus Draufgänger und neurotischem Sicherheitsfanatiker auszutricksen.

So entstehen im Zusammenspiel der 4 Protagonisten immer wieder witzige Dialoge (“Wer ist Gandhi?”, “Wer ist Hannah Montana?”) und Szenarien, z.B. als sie eine Übernachtungsmöglichkeit in Hollywood bei einem bekannten Filmstar (Nein, nicht Russel Crowe) suchen und finden.

Zum Schluss gibt es natürlich noch den obligatorischen Showdown mit einer Horde Zombies und ordentlich Tamtam, der zwar wenig einfallsreich und zudem vorhersehbar ist, aber dennoch zu unterhalten weiß.

Ruben Fleischers Zombie-Satire ist genau die richtige Mischung zwischen Horror und Komödie, gepaart mit sehenswerten Schauspielern,witzigen Gimmicks und einer frischen Bildsprache. Wer auf der Suche nach gutem Popcorn-Kino ist, wird bei Zombieland definitiv fündig. Allein der Vorspann (Slow Motion ist einfach cool!) und der Auftritt von B.M. als Gastgeber seiner Hollywoodvilla sind den Eintritt wert.

Pow Dow: Zombieland eignet sich perfekt für einen Filmabend mit Freunden, Bier und Twinkies.