Originaltitel: Hoshi o ou kodomo

Produktionsland: Japan 2011

Regie: Makoto Shinkai

Darsteller: Hisako Kanemoto, Kazuhiko Inoue, Miyu Irino

Trailer

Das ist er also, der neue Kinofilm von Makoto Shinkai. Dem vermutlich beachtenswertesten Anime-Jung-Regisseur unserer Zeit, der zuvor mit Filmen wie “A Place Promised in Our Early Days”, “5 Centimeters per Second” oder “Voices of a distant Star” die Herzen schwelgerischer Kinogänger erwärmte. Shinkai ist ein Phänomen. Ein Kinofilm, den ein Hayao Miyazaki für das Studio Ghibli mit über 100 Mitarbeitern entwirft, schafft dieser unscheinbare Japaner auf dem Mac in seinem Wohnzimmer – häufig allein. Er ist Autor. Animator. Produzent. Shinkais Filme sind Shinkai und das macht sie so sehenswert. Kitschig, ja. Aber filterfrei und irgendwo auch frei von jeder wirtschaftlichen Absicht und damit eines der ganz seltenen Stücke Romantik-Kinomagie, die ehrlich ist. Sein erstes großes Werk, die oben erwähnte Trilogie, handelt von Verlust und vom Entrissen sein, von Einsamkeit und den Sackgassen des Nicht-Loslassen-Könnens. Teilweise mit brachalien, resignierenden Einsichten. Mit “5 Centimeters” hatte Shinkai seine Aufarbeitung des Themas endgültig abgeschlossen – nicht ohne die für ihn typische Sprach- und Bilder-Lyrik, bis dass die Schmalzschwarte kracht. Wird in dem fast 2 Stunden langen “Kodomo” erneut philosophiert und geschmachtet? More >